Leider gehen viele Menschen im Laufe einer Beziehung fremd. Ob sie sich nun vernachlässigt gefühlt haben und sich deswegen in die Arme eines anderen geflüchtet haben, oder ob sie das schnelle Abenteuer suchten: Gleich bleiben immer die Verletzung des Betrogenen und die Schäden, die solch ein Vertrauensbruch anrichtet. Daher sehen manche Partner lieber weg, während andere es genau wissen wollen.
Das ungute Gefühl
Gerade von Frauen wird behauptet, dass sie ein untrügliches Gefühl haben, wenn es um die Treue oder Untreue ihres Ehemannes oder Partners geht. Wie ein Detektiv forscht die misstrauische Frau nach Indizien und führt geistig Protokoll über die Schlüssigkeit der Aussagen und Termine ihres Partners. Dadurch dass dieser erste Fragen meist kategorisch abwimmelt und sie sich dann nicht ernst genommen fühlt, wächst vielleicht erst das Misstrauen, dass der Geschäftstermin am vergangenen Wochenende vielleicht doch nicht so geschäftlich war, wie er behauptet hat. Regelrechte Horrorgeschichten über Männer, die jahrelang oder sogar jahrzehntelang eine Affäre gehabt haben, vielleicht sogar eine zweite Familie gegründet haben oder sonst in großem Maße betrügerisch vorgingen, beflügeln die Fantasie misstrauischer Damen und lassen sie bei einem Verdacht nicht mehr ruhig schlafen, bevor sie darüber keine Gewissheit erlangt haben. Sind sie selbst mit ihrem Latein am Ende, wird dann oft doch der wirkliche Detektiv auf den Plan gerufen, der mit Hilfe von Beobachtung und Beweisen mittels Kameras die ersehnte Gewissheit erbringen soll.
Ein undankbarer Job
Die Beobachtung und Verfolgung scheinbar untreuer Partner gehört zu den klischeehaftesten Aufgaben eines Privatdetektivs. Tatsächlich macht diese Art des Auftrages auch in der Realität einen erheblichen Anteil der Arbeit im Detektivalltag aus. Und auch wenn es nicht spektakulär klingt, in Einzelfällen kann so eine Beschattung sogar gefährlich werden. Denn die Beobachteten können ganz schön ungehalten werden, wenn sie den Spitzel bemerken und auch tätlich versuchen, ihn zum Schweigen zu bringen oder Beweismaterial zu vernichten. Manch ein Detektiv ist da schon nur mit einem blauen Auge herausgekommen. Die zweite Undankbarkeit begegnet dem Ermittler oft, wenn er dem Auftraggeber die schlechte Nachricht überbringt, dass sein Misstrauen berechtigt war und der Partner tatsächlich fremdgeht. Denn der erste Zorn überträgt sich dann vielleicht entgegen der guten Sitte auf den Überbringer der Nachricht. Sind alle Bedenken zerstreut, ist die Dame oder der Herr vielleicht glücklich, aber das Honorar wird nur mit Murren gezahlt, da der Auftragsgeber sich insgeheim ärgern mag, der Sache nicht anders und selbst auf den Grund gegangen zu sein.
Oh mann, bei solchen Geschichten muss man echt aufpassen, dass der Schuss nicht nach hinten los geht. Lieber offen mit dem Partner drüber sprechen und seine Reaktion abwarten – ohne Vertrauen kann man eine Beziehung eigentlich sowieso vergessen…